
Bausparen ist das Sparen in der Gemeinschaft, um schneller und günstiger an Baugeld für die eigenen vier Wände zu gelangen. Zahlreiche Kunden haben bereits mit uns ihre Wünsche verwirklicht. Sie haben die BKM – Bausparkasse Mainz zur beliebtesten Bausparkasse gewählt und bestätigen so die intensive Betreuung und Leistung unserer Mitarbeiter. Informieren Sie sich hier ausführlich zum Thema Bausparen oder lassen Sie sich persönlich von uns beraten.
Wofür interessieren Sie sich
Warum ein Bausparvertrag?
Planen Sie in naher Zukunft eine Immobilie zu erwerben oder ein Haus zu bauen? Für den Neubau können Sie im Durchschnitt mit Baukosten inklusive Baunebenkosten in Höhe von 250.000 Euro rechnen. Eventuelle Kosten für ein Grundstück sind darin noch nicht enthalten. Um 250.000 Euro komplett mit Eigenmitteln zu finanzieren, müssten Sie ca. 28 Jahre lang monatlich 750 Euro sparen. Das ist eine sehr lange Zeit, in der Sie neben Ihrem Sparbeitrag auch noch weiterhin Miete zahlen. Die Lösung für schnelles Baugeld: gemeinschaftliches Sparen!
In Deutschland ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden nach wie vor sehr hoch. Die Grundidee des Bausparens beruht darauf, dass alle zukünftigen Eigenheimbesitzer gemeinschaftlich sparen. Legen zum Beispiel zehn Bausparer jeden Monat nur 500 Euro in einem Bausparvertrag zur Seite, ist die Gemeinschaftskasse bereits nach ca. vier Jahren mit 250.000 Euro gefüllt. Und da das Guthaben auf einem Bausparvertrag verzinst und das Bausparen staatlich gefördert wird, füllt sich die Bauspar-Gemeinschaftskasse noch etwas schneller.
Wann lohnt sich ein Bausparvertrag?
Es gibt viele Beweggründe, einen Bausparvertrag abzuschließen. In den meisten Fällen sind die eigenen vier Wände das Ziel. Hier nutzen Bausparer den Vertrag, um Eigenkapital zu bilden und sich gleichzeitig den Anspruch auf ein zinsgünstiges Darlehen zu sichern.
Genauso lohnt sich ein Bausparvertrag, wenn Renovierungen oder Modernisierungen geplant sind. Hier kommt es auf den Kapitalbedarf an:
- Bei kleineren Vorhaben reicht eventuell die angesparte Bausparsumme, ohne dass ein Darlehen benötigt wird.
- Stehen größere Maßnahmen an, ist ein Bausparvertrag mit einem zinsgünstigen Darlehen sinnvoll.
Der Bausparvertrag dient auch als eine Form der sicheren und gewinnbringenden Geldanlage, um sich zusammen mit staatlicher Förderung ein finanzielles Polster aufzubauen. Damit sich das Bausparen hier lohnt, empfiehlt es sich, auf hohe Zinsen in der Sparphase zu achten.
Hier finden Sie alle Details: Warum sich Bausparen für Sie lohnt (PDF-Download)
Um schneller in die Standardzuteilung zu gelangen, sollten Sie mögliche Sonderzahlungen leisten. Dadurch erreichen Sie schneller das Mindestsparguthaben und es hat positive Auswirkungen auf Ihre Bewertungszahl im Bausparvertrag.
Neben der Standardzuteilung bietet Ihnen die Bausparkasse Mainz bei Bausparverträgen auch die Möglichkeit der Wahlzuteilung.
Bausparvertrag abschließen: Darauf ist zu achten
Klären Sie folgende Fragen vor dem Abschluss eines Bausparvertrages:
- Laufzeit: Wann benötige ich das angesparte Guthaben bzw. den Bausparkredit?
- Bausparsumme: Wie viel Geld brauche ich für mein Vorhaben voraussichtlich?
- Sparrate: Welche monatliche Sparrate kann ich mir leisten?
- Darlehen: Wie hoch darf die monatliche Darlehensrate ausfallen?
Die Höhe der Bausparsumme in Ihrem Bausparvertrag richtet sich nach Ihrem geplanten Finanzierungsbedarf und Ihren persönlichen Sparmöglichkeiten. Die Bausparsumme beschreibt den Betrag, der Ihnen später insgesamt zur Immobilienfinanzierung zur Verfügung steht. Sie setzt sich zusammen aus dem gesparten Anteil und dem Darlehen.
Nach der Bausparsumme richten sich auch die Höhe …
- des Sparbeitrages.
- der Abschlussgebühr.
- des Mindestsparguthabens.
Je genauer Sie die genannten Fragen beantworten können, desto leichter fällt die Wahl des passenden Bauspartarifes. Aber auch Bausparern, die momentan nicht genau wissen, wann und in welcher Höhe sie das Bausparguthaben bzw. den Bausparkredit benötigen, kann die BKM einen passenden Tarif anbieten.
Lassen Sie sich vor dem Abschluss eines Bausparvertrages ausführlich beraten, um die richtige Wahl beim Bauspartarif und der Höhe der Bausparsumme zu treffen.
Bausparen mit der BKM – unsere Tarife im Überblick
Wir bieten Ihnen den Bausparvertrag, der zu Ihnen passt. Unseren neuen Tarif PlusLine haben wir so flexibel und vielseitig konzipiert, dass er allen Anlässen zum Bausparen gerecht wird. PlusLine gibt es in zwei Versionen:
- die Sparer-Variante „ZinsPlus“
- die Finanzierer-Variante „HausPlus“
Zudem haben Sie bei uns die Möglichkeit des einfachen Online-Bausparens.
*Repräsentatives Bsp. HausPlus: Bausparsumme 50.000 €, Sparphase: Abschlussgebühr Bausparvertrag 800 € gesondert gezahlt, Sparzins 0,01 %, mtl. Sparzahlung 110 €, mtl. Vermögensbildung 40 €, Laufzeit bis Wahlzuteilung 11 Jahre / 8 Monate, Bausparguthaben 21.160,67 €. Darlehensphase: Nettodarlehen 38.158,73 €, gebundener Sollzinssatz 0,99 % p. a., effektiver Jahreszins 1,53 %, Zins- und Tilgungsrate Bauspardarlehen 634 €, Laufzeit Bauspardarlehen 5 Jahre / 2 Monate, 62 Raten, Zinsaufwand 994,96 €, Gesamtkosten 1.794,96 €. Bei Darlehen bis 50.000 € keine Sicherstellungskosten.
Dieser Bauspartarif stellt zudem eine besonders sinnvolle Geschenkidee für Kinder und junge Leute dar. Mit diesem renditestarken Bausparvertrag sichern Sie die finanzielle Zukunft Ihres Nachwuchses ab.
Ihre Vorteile beim Online-Bausparen mit der BKM
- Der besondere Vorteil des Online-Bausparvertrages liegt in dem bequemen und einfachen Abschluss. Sie können sich in aller Ruhe zu Hause über die unterschiedlichen Bauspartarife informieren und die für Ihre Ziele passende Tarifvariante auswählen. Sie sind nicht an Geschäftszeiten gebunden.
- Mit unserem Bausparrechner ermitteln Sie alle relevanten Daten Ihres Bausparvertrages. Für beide Tarifvarianten wurde ein eigener Rechner entwickelt, der jeweils die Besonderheiten berücksichtigt und auch ohne Fachwissen leicht verständlich ist.
- Beide Tarifversionen sind geprägt von hoher Transparenz und enthalten keine versteckten Kosten. Gebühren wie die Abschlussgebühr zeigen wir offen auf.
Wie funktioniert der online-Bausparvertrag?
Der Online-Bausparvertrag funktioniert wie ein herkömmlicher Bausparvertrag. Nach dem Abschluss durchlaufen Sie die drei Phasen des Bausparens. Sie haben die Möglichkeit, …
- … sich lediglich das Guthaben des Bausparvertrages auszahlen zu lassen,
- … das Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen
- … sowie von der Wahlzuteilung Gebrauch zu machen.
Entscheidend ist hier ebenso, den geeigneten Tarif für Ihre Ziele zu wählen. Informieren Sie sich zunächst über die unterschiedlichen Tarifvarianten beim Online-Bausparvertrag sowie deren Merkmale und Besonderheiten.
Wie kann ich den Bausparvertrag online abschließen?
Haben Sie sich für einen Tarif entschieden, können Sie die genauen Vertragskonditionen mit unserem Bausparrechner konfigurieren. Der Rechner führt Sie in einfachen Schritten bis zum Download Ihres Online-Bausparantrages.
- In unserem Bausparrechner wählen Sie die gewünschte Sparrate, die Sie monatlich auf Ihren Bausparvertrag einzahlen möchten.
- Zudem geben Sie im Online-Rechner die Höhe der in der Sparrate enthaltenen vermögenswirksamen Leistungen (VL) und die gewünschte Laufzeit ein.
- Der Rechner kalkuliert anhand der Eingaben die Bausparsumme, Ihr Guthaben sowie Ihren Darlehensanspruch und erstellt je nach Variante einen detaillierten und anschaulichen Spar- und Tilgungsplan.
Rufen Sie uns einfach unter der Telefonnummer 06131 303500 an. Wir sind von 8.00 - 18.00 Uhr für Sie da.
Die Baufinanzierung durch Bausparen stellt bis heute eine krisensichere, solide und günstige Finanzierungsform für Wohneigentum dar. Ein Bausparvertrag ist demnach ein grundlegender Bestandteil der Immobilienfinanzierung.
Wie sicher ist ein Bausparvertrag?
Ein Bausparvertrag unterliegt klaren und strengen Richtlinien, den „Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge“ (ABB). Auf Grundlage dieser Bedingungen, die die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigen muss, sind alle Vorgänge und Abläufe beim Bausparen detailliert geregelt. Damit ist sichergestellt, dass alle Bausparer nach den gleichen Regeln zu ihrem Recht, nämlich dem günstigen Baudarlehen, kommen. In den ABB finden Sparer alle wichtigen Informationen, etwa die Voraussetzungen für ihren Bausparvertrag und alle Tarifdetails.
Gibt es für einen Bausparvertrag Zulagen?
Für einen Bausparvertrag gibt es verschiedene staatliche Zulagen und Prämien. Unter bestimmten Voraussetzungen tragen diese neben den Guthabenzinsen zur Vermehrung Ihrer Sparsumme bei. Zu diesen Zulagen gehören:
- Arbeitnehmersparzulage für vermögenswirksame Leistungen (VL)
- Wohnungsbauprämie (WOP)
- Wohn-Riester
Kann man einen Bausparvertrag anderweitig nutzen als zum Bauen?
Der Bausparkredit darf nur zweckgebunden für wohnwirtschaftliche Vorhaben verwendet werden. Das heißt, es ist nicht möglich, die gesamte Bausparsumme des Bausparvertrages anderweitig zu nutzen. Das Guthaben aus der Ansparphase steht zwar zur freien Verfügung. Sollte dieses allerdings nicht für wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet werden, verfällt der Anspruch auf das zinssichere Darlehen und damit einer der größten Vorteile des Bausparens.
Was sind wohnwirtschaftliche Zwecke für den Bausparvertrag?
Die wohnwirtschaftlichen Maßnahmen ergeben sich aus dem Bausparkassengesetz:
- Bau, Kauf, Renovierung und Modernisierung von Wohnungen und Wohngebäuden
- Kauf von Bauland und Erbbaurechten zur Errichtung von Wohnraum
- Erwerb von Rechten zur dauernden Nutzung von Wohnraum (z. B. Einkauf in eine Seniorenresidenz)
- Ablösung von Krediten, die zur Durchführung der wohnwirtschaftlichen Maßnahmen eingegangen worden sind, die auf einem zu überwiegenden Wohnzwecken dienenden Grundstück ruhen oder die zur Leistung von Bauspareinlagen abgeschlossen worden sind.
Diese gesetzlichen Vorgaben lassen breit gefächerte Verwendungsmöglichkeiten rund ums Bauen, Kaufen und Wohnen für den Bausparvertrag zu – und zwar gleichermaßen für Mieter und Eigentümer. So gehört zum Beispiel der Kauf einer neuen Einbauküche zu den wohnwirtschaftlichen Maßnahmen, unabhängig davon, ob sie in einer Mietwohnung oder im Eigenheim installiert wird.
Muss ich die wohnwirtschaftliche Verwendung des Bausparvertrages nachweisen?
Ja, die wohnwirtschaftliche Verwendung der Bausparsumme ist nachzuweisen. Hierzu reichen in der Regel Handwerker- und Materialrechnungen sowie der Kaufvertrag oder die Fälligkeitsmitteilung des Notars aus.
Wie lange ist die Laufzeit eines Bausparvertrages?
Die Laufzeit eines Bausparvertrages können Sie in Ihren vertraglichen Konditionen individuell festlegen. In der Regel beträgt die Ansparphase zwei bis vier Jahre, während die Darlehensphase bis zu 20 Jahre dauern kann.
Wenn Sie zum Beispiel die Wahlzuteilung der BKM in Anspruch nehmen, wirkt sich das auf die einzelnen Sparphasen aus und kann auch die Gesamtlaufzeit Ihres Bausparvertrages beeinflussen.
Sind Sonderzahlungen für den Sparbetrag möglich?
Wer schneller das Sparziel erreichen möchte, kann i. d. R. jederzeit Sonderzahlungen leisten oder einen höheren Sparbeitrag einzahlen. Je nach Bauspartarif kann es sein, dass hierfür die Zustimmung der Bausparkasse notwendig ist.
Ob Sie einen höheren Sparbeitrag bezahlen oder Sonderzahlungen leisten, hängt natürlich auch von Ihren persönlichen finanziellen Verhältnissen ab.
Warum wird eine Abschlussgebühr erhoben?
Die Abschlussgebühr für einen Bausparvertrag beträgt je nach Tarifgestaltung 1 bis 1,6 % der Bausparsumme. Sie dient hauptsächlich dazu, die nicht unerheblichen Kosten zur Gewinnung und Beratung neuer Kunden zu decken. Entfiele diese einmalige Gebühr, müssten Bausparer die Vertriebskosten aus der „Gemeinschaftskasse“ bestreiten. Das würde den verfügbaren Anteil an möglichem Darlehen schmälern und somit zu längeren Wartezeiten für alle führen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass immer wieder neue Bausparer einen Bausparvertrag abschließen, damit das Prinzip des gemeinschaftlichen Sparens erhalten bleibt.
Die Abschlussgebühr für einen Bausparvertrag ist unter Umständen von der Steuer absetzbar und außerdem prämienbegünstigt. Das heißt, sie fließt mit in den staatlich geförderten Sparbeitrag zur Wohnungsbauprämie ein. Die Abschlussgebühr für einen Bausparvertrag wird in der Regel mit den ersten Sparraten einbehalten.
Wie hoch ist bei einem Bausparvertrag der Guthabenzins?
Die Zinsen auf das Bausparguthaben fallen entsprechend des gewählten Tarifes unterschiedlich hoch aus. Haben Sie sich für einen Bausparvertrag entschieden, der Ihnen besonders günstige Darlehenszinsen garantiert, können auch für Ihre Spareinlagen nur moderate Guthabenzinsen gewährt werden. Bei der BKM fällt in diese Kategorie die Tarifversion HausPlus.
Hohe Renditen erzielen Sie mit Bauspartarifen, die speziell für sicherheitsbewusste Geldanleger entwickelt wurden und über eine attraktive Verzinsung verfügen. In der Regel ist bei diesen Tarifen mit entsprechend höheren Zinsen in der Darlehensphase zu rechnen. Hier bietet die BKM einen Bausparvertrag in der Tarifversion ZinsPlus, der sich speziell für eine gewinnbringende und sichere Geldanlage eignet.
Unser Tipp:
Je nach Sparziel und geplanter Verwendung des Bausparvertrages ist die Wahl des passenden Bauspartarifes entscheidend. Als Faustregel gilt: Je günstiger die garantierten Darlehenszinsen sind, desto niedriger fällt auch die Guthabenverzinsung aus. Tarife mit einer hohen Verzinsung des Guthabens empfehlen sich nur für Sparzwecke.
Wann ist ein Bausparvertrag zuteilungsreif?
Damit Ihr Bausparvertrag die Standardzuteilung erreicht, sprich zuteilungsreif wird, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:
- Die Mindestansparung ist erreicht: Das Mindestbausparguthaben erreichen Sie aus der Summe Ihrer regelmäßigen Spareinzahlungen, den Guthabenzinsen und der staatlichen Förderung. Mit Sonderzahlungen oder einer erhöhten Sparrate (höher als der Regelsparbeitrag) verkürzen Sie die Sparphase Ihres Bausparvertrages.
- Die Mindestsparzeit wurde eingehalten: Je nach Tarif gelten Mindestsparzeiten, die vor der Zuteilung einzuhalten sind. Diese betragen heute üblicherweise zwischen 18 und 60 Monate. Bei den Bausparverträgen in den Tarifen der BKM gilt generell eine Mindestsparzeit von 18 Monaten.
- Die Mindestbewertungszahl wurde erlangt: Die Bewertungszahl im Bausparvertrag ist eine mathematische Größe, die an bestimmten Stichtagen in der Sparphase berechnet wird. Anhand der Bewertungszahl lässt sich festlegen, in welcher Reihenfolge die Bausparverträge zugeteilt werden.
Bei der BKM gibt es zwei Bewertungsstichtage, an denen alle Bausparverträge bewertet werden. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, erfolgt die Zuteilung zu folgenden Perioden:
- Der Bewertungsstichtag 31.03. gilt für die Zuteilungen der Monate: August, Oktober, Dezember des gleichen Jahres.
- Der Bewertungsstichtag 30.09. gilt für die Zuteilungen der Monate: Februar, April und Juni des darauffolgenden Jahres.
Wie funktioniert die Wahlzuteilung bei der BKM?
Mit der Möglichkeit der Wahlzuteilung hat die BKM ihren Bausparern neue Wege eröffnet, um schnell und flexibel reagieren zu können. Gerade für den Fall, dass die Traumimmobilie gefunden, aber der Bausparvertrag noch nicht zuteilungsreif ist, bringt die Wahlzuteilung einen großen Vorteil mit sich. Bei Beantragung der Wahlzuteilung macht der Bausparer sein Recht auf Zuteilung vorab geltend.
Bausparer der BKM können in jeder Tarifversion Gebrauch von der Wahlzuteilung machen, ohne sich schon beim Abschluss des Bausparvertrages festzulegen. Im Vergleich zum Verfahren der Standardzuteilung müssen Sie hier nicht alle Zuteilungskriterien einhalten, um sich den Bausparvertrag auszahlen lassen zu können.
- Es wird keine Bewertungszahl benötigt.
- Sie müssen kein Mindestsparguthaben ansparen.
- Es ist nur eine Mindestsparzeit von 24 Monaten einzuhalten.
Nach Ablauf der Mindestsparzeit können Sie die Wahlzuteilung beliebig beantragen. Somit kann der Bausparer deutlich flexibler reagieren und die Wartezeit bis zur regulären Zuteilung des Bausparvertrages entfällt.
Was passiert mit dem Darlehensanspruch bei der Wahlzuteilung?
Je früher Sie die Wahlzuteilung für Ihren Bausparvertrag beantragen, je kürzer also die Sparphase andauerte, desto niedriger ist auch der erworbene Darlehensanspruch. Um dies auszugleichen, haben Bausparer bei der BKM die Möglichkeit, ihren Darlehensanspruch auf bis zu 200 Prozent zu erhöhen. Bei Bedarf besteht aber auch die Option, das Darlehen auf bis zu 50 Prozent zu reduzieren.
Beispiel:
Bausparvertrag 50.000 Euro, Wahlzuteilung nach 5 Jahren, Regelsparbeitrag 3 ‰, staatliche Förderung nicht berücksichtigt
Inanspruchnahme des Darlehens zu 100 %
Bausparguthaben ca. 8.625 €
Darlehensanspruch ca. 12.940 €
Auszahlungsbetrag ca. 21.565 €
Inanspruchnahme des Darlehens zu 200 %
Bausparguthaben ca. 8.625 €
Darlehensanspruch ca. 25.880 €
Auszahlungsbetrag ca. 34.505 €
Inanspruchnahme des Darlehens zu 50 %
Bausparguthaben ca. 8.625 €
Darlehensanspruch ca. 6.470 €
Auszahlungsbetrag ca. 15.095 €
Kann man den Bausparvertrag aufstocken?
Man kann den Bausparvertrag unter gewissen Umständen aufstocken, d. h. die Bausparsumme erhöhen. Solange der Bausparvertrag noch nicht zuteilungsreif ist, lässt sich die Bausparsumme erhöhen oder reduzieren. Hierzu bedarf es der Zustimmung der Bausparkasse. Damit können sich aber auch die übrigen Konditionen des Vertrages ändern. Für die Änderung der Bausparsumme wird zudem eine Bearbeitungsgebühr fällig.
Wie hoch fällt die monatliche Rate für das Bauspardarlehen aus?
Die monatliche Rate für das Darlehen setzt sich aus dem garantierten, niedrigen Zinssatz und dem Tilgungsbeitrag zusammen. Die Darlehenskonditionen sind bereits bei Abschluss des jeweiligen Bauspartarifes bekannt. Die daraus resultierende monatliche Rate ist für die gesamte Laufzeit gleich. Für Sie als Darlehensnehmer bedeutet das absolute Planungssicherheit bis zur Schlusstilgung.
Im Gegensatz zu einem Annuitätendarlehen liegt der Tilgungsbeitrag bei einem Bausparkredit höher, sodass sich die Laufzeit stark verkürzt. Zudem haben Sie die Möglichkeit, das Darlehen jederzeit ganz oder teilweise zurückzuzahlen, ohne dass die bei Banken üblichen Vorfälligkeitsentschädigungen anfallen.
Werden für Bauspardarlehen Sicherheiten verlangt?
Bausparkassengesetz und Bausparkassenverordnung schreiben vor, dass Bausparkassendarlehen bis max. 80 Prozent des Beleihungswertes zu vergeben sind und dass diese Darlehen, wie Hypothekenkredite auch, abzusichern sind.
Die Art der Absicherung ist von der Darlehenshöhe abhängig. In der Regel werden Bausparkredite über 50.000 Euro durch nachrangige Grundpfandrechte an inländischen Grundstücken besichert. Das bedeutet, dass im Grundbuch im zweiten Rang ein Eintrag in Höhe des Darlehens zugunsten der BKM erfolgt. Der erste Rang bleibt somit frei, z. B. für die Absicherung eines Annuitätendarlehens.
Bei Darlehen unter 50.000 Euro reicht im Allgemeinen eine Verpflichtung des Darlehensnehmers, das Wohneigentum während der Darlehenslaufzeit weder zu verpfänden noch zu verkaufen. Auch mit sogenannten Ersatzsicherheiten kann die Absicherung des Bausparkredits erfolgen. Ersatzsicherheiten sind beispielsweise:
- abgetretene Guthaben bei anderen Kreditinstituten
- abgetretene Lebensversicherungsansprüche
- Bürgschaften eines Kreditinstitutes
Beispiel Beleihungswert
Wert der zu erwerbenden Immobilie (= Beleihungswert): | 270.000 € |
Maximales Baudarlehen (80 % des Beleihungswertes): | 216.000 € |
Was ist der Unterschied zwischen Hypothekendarlehen und Bauspardarlehen?
Die untenstehenden Grafiken zeigen den unterschiedlichen Verlauf des Zins- und Tilgungsanteils während der Laufzeit eines Hypothekendarlehens im Vergleich zum Bausparkredit. Die Grafik zum Hypothekendarlehen skizziert einen Fall, in dem die Zinsbindung bis zur Schlusstilgung gilt.
Hypothekendarlehen
Beim klassischen Hypothekendarlehen wird neben den aktuellen Zinsen üblicherweise eine Tilgung von 1 % p. a. und eine Laufzeit von zehn Jahren vereinbart. Nach dieser ersten Zinsbindung besteht eine Restschuld, für die neue Konditionen festgelegt werden.
Liegt das dann aktuelle Zinsniveau über dem von vor zehn Jahren, kann sich die monatliche Rate erheblich erhöhen. Die übliche Laufzeit eines Hypothekendarlehens beträgt bis zu über 30 Jahre.
Bauspardarlehen
Beim Bausparkredit zahlen Sie bis zur letzten Rate einen garantierten Zinssatz und somit monatlich immer den gleichen Betrag. Die Laufzeit eines Bausparkredits ist aufgrund des höheren Tilgungssatzes wesentlich kürzer als beim Hypothekendarlehen. Somit sinkt auch der Gesamtzinsaufwand erheblich.
Durch die monatliche Tilgung verringert sich das Darlehen kontinuierlich, wodurch jeden Monat weniger Zinsen anfallen. Bei konstanter Rate wächst somit Monat für Monat der Tilgungsanteil.
Fazit Hypotheken- vs. Bauspardarlehen
Diese einmalige Kombination einer über die gesamte Laufzeit konstanten Festzinsvereinbarung mit einem unbegrenzten Sondertilgungsrecht gibt es nur beim Bausparen. Daher ist es sehr sinnvoll, einen Bausparvertrag zur Immobilienfinanzierung abzuschließen.